File Manager Dolphin KDE

Ich verstehe noch nicht wie die Verbindung des file Managers, in meinem Fall KDE Dolphin zu meinen Qubes ist.

Im Dolphin habe ich Ordner und Dateien. Ist der den Qubes übergeordnet?

Befindet sich der Dolphin in irgend einem Qube?

Mir geht es darum wo ich meine Dateien speichern soll?
Ich vermute in meinem persönlichen Qube. Aber was mache ich dann mit dem Dolphin? Wie soll ich ihn am Besten verwenden?

Hört sich so an, als dass Du bisher nur in Theorie mit Qubes zu tun hattest und QubesOS noch nicht selbst gesehen bzw. damit gearbeitet hast.

Als Antwort auf Deine Frage mal so geschrieben: Dein Dolphin kann quasi in jedem Qube existieren oder anders gesagt - Du müsstest den Dolpin in jedem Qube, den Du für Dein Bedarf/Deine Dateien benutzt, installieren.

Das bedeutet natürlich auch, dass damit dann Deine Dateien in verschiedenen Qubes verteilt liegen. Man könnte jetzt hingehen und versuchen das meiste in einem entsprechenden Qube zu bearbeiten - z.B. einem “personal” Qube, aber das könnte durch die verschiedenen Verwendungsarten in verschiedenen Qubes dann wieder aufgesplittet werden, sodass man dann eben doch wieder alle seine Dateien in verschiedenen Qubes zu liegen hat.
Wenn das einem gegen den Strich geht, dann gibts weitere Möglichkeiten, mit denen man dann die Daten wieder (irgendwo) zentralisieren könnte. Das wäre dann aber Schritt 2. Hier gehts ja erstmal darum, Deine Frage zu beantworten…

Das mal nur als kurze Erklärung. Alles weitere würde jetzt aus Deinen weiteren Fragen als Antwort entstehen.

danke,
ich habe Qubes erst 3 Tage lang installiert, aber jeden Tag intensiv benutzt um das System kennenzulernen. Manches habe ich 3 Mal gelesen, trotzdem noch nicht alles verstanden.

Ich versuchte rauszufinden wie ich den Dolphin mit meinem persönlichen Qube verbinden kann, im persönlichen Qube ist kein Dolphin installiert, sondern ein anderer file Manager, vermutlich von Debian mit einer alten Version und weniger Möglichkeiten. Ich würde vorziehen den Dolphin im persönlichen Qube zu haben.

Und mir gelang es nicht rauszufinden wie ich die zwei verbinden kann.

Ich muss mich entscheiden wo ich meine Daten ordne. Ob ich die im Dolphin erstelle oder im persönlichen Qube.

Deswegen wollte ich wissen wie die zwei zusammenhängen. Habe das noch nicht verstanden.

Mir gelang das Kopieren von Dateien noch nicht obwohl ich es oft probiert habe und die Anweisungen x-mal gelesen habe.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann heißt das, dass der Dolphin unabhängig von den Qubes ist, (da ich KDE installiert habe). Das bedeutet nach meinem Verständnis - übergeordnet. Und man kann ihn jetzt in jedem Qube installieren wenn man das will.

Heißt das jetzt, dass ich z.B. den Dolphin als Ausgangspunkt nehme und dort meine Daten erstelle und dann einen Teil meiner Daten z.B. in meinen persönlichen Ordner reinkopiere und andere Daten z.B. in meinen Arbeits Qube reinkopiere?

Wie machen Sie es? Wie ordnen Sie ihre Daten? Ich möchte einfach lernen wie andere das machen, damit ich überhaupt einmal weiß welche Möglichkeiten es gibt.

Ah verstehe. Du hast KDE installiert und das dann natürlich in dom0 d.h. im Muttersystem, welches die ganzen Unter-Qubes beherbergt (ich benutze hier mal für den Anfang eine verständlichere Sprache). Dort kannst Du natürlich wenig mit “Deinen Dateien” anfangen. Solltest Du dort auch nicht - also Deine Dateien abspeichern. Dort im Hauptsystem solltest Du erstmal so gut wie gar nicht agieren. Das Muttersystem (mit KDE) ist eigentlich nur für die Starts und Stops der “kleinen Qubes” zuständig.
Du müsstest das einfach so verstehen, dass Du Herbergsvater von einer ganzen Latte von “kleinen PCs” bist und dieses Netzwerk quasi mit KDE zur Ansicht gezeigt bekommst.
Richtige Arbeiten (wie Du sie von anderen Systemen kennst) sind aber nur “in Qubes” möglich - also in jedem dieser kleinen PCs. Ein PC heisst also personal, ein anderer vault und wieder ein anderer heisst work.
Diesen PCs (Qubes) liegen Template-PCs zugrunde, in denen Du quasi Software installieren kannst, welche dann in den (personal, work, vault, etc) PCs auch auftauchen ← so zumindest stellen sich die Qubes Macher das vor, dass man sich Software installiert.
Unterm Strich muss ich jetzt allerdings sagen, dass es schwierig ist (als Leie) jetzt in jedem Qube die Umgebung zu schaffen, die man von anderen Systemen gewohnt ist - z.B. also eine KDE Oberfläche mit allen Programmen, die man dort sonst so startet (Dolphin etc.), weil:
Du siehst in den Qubes die Oberfläche gar nicht mehr - Du siehst nur Fenster wie Firefox, Dolphin, den Default vorinstallierten FileManager, etc. pp.
Eine Oberfläche (KDE) siehst Du nur als Muttersystem, in der Du aber eigentlich nicht arbeitest…
Du hast quasi für Dein derzeitiges Verständnis KDE umsonst installiert, wenn Du meinst, dass Du das Aussehen gewöhnt bist und das halt im Qube mit Deinen Daten ebenso benutzen willst.
Allein das Muttersystem in dem Du Qubes gestartet hast sieht so aus, wie Du es gewöhnt bist. Deine Arbeiten machst Du aber in farbig umrandeten Fenstern, welche wie kleine PCs zu sehen sind, die sich ein einem Netzwerk von PCs befinden. Lediglich innerhalb eines Qube-names (personal, work, vault) befindest Du Dich auf ein und dem gleichen “PC” (Qube). Dort kannst Du quasi mit Firefox Dateien runter laden und findest diese dann in dem FileManager des gleichen Qube (personal) unter Downloads.

Das nochmal als erster Überblick. Zu Deinen Fragen:

Du bekommst Dolphin in den Qube Deiner Wahl (in dem Du Deine täglichen Arbeiten verrichten willst) - z.B. personal, indem Du das Template raussuchst, welches dem personal qube zu Grunde liegt. Ich vermute es ist das Fedora-34 Template (falls nicht korrigiere mich).
Dort öffnest Du das Terminal (also Startknopf > Template: Fedora-34 > Terminal (oder xterm) und gibst den Befehl:

sudo dnf install dolphin

ein. Dann sollte Dolphin im Template installiert werden… Durch die dependencies werden dann so 27 Pakete mitinstalliert. Das sollte normal sein…

Jetzt ist die Software schonmal im Template installiert und ein “auf dieses Template” basierender Qube, der gerade läuft, zeigt Dir jetzt an, dass es da wohl nen Update im Template gab und er (z.B. personal) jetzt gern nen Restart erfahren würde um die Updates (die Dolphin Installation) mit zu bekommen.
Du fährst an dieser Stelle dann den personal Qube runter und geht dann erstmal im Qubes manager unter Settings und dort in Applications, wo Du den Dolphin dann im linken Fenster findest und dieses Tool dann nach rechts verschieben musst, was bedeutet, dass das Programm dann beim nächsten Start des personal Qubes zu starten geht.

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Korrekt. Du brauchst den Dolphin allerdings im Muttersystem nicht, weil Du dort gar keine Arbeiten erledigen sollst. Das Muttersystem ist quasi nur von der Systemsteuerungs-Sicht zu etwas nutze…

  • Du kannst das Aussehen verändern
  • Du kannst Display Einstellungen vornehmen
  • Du kannst Änderungen an Sprache, maus, Tastatur etc. vornehmen
  • Du machst halt alle systemrelevanten Änderungen dort
  • verschiebst aber keine Daten dort
  • änderst nichts am System/Daten/etc.
  • machst erst als fortgeschrittener Benutzer dort mehr (als nötig ist)

Du kannst die Leute hier im Forum Duzen, wenn das okay ist :slight_smile:
Ansonsten arbeite ich bei mir nur im personal Qube (ich vereinfache das jetzt mal für die ersten Schritte bei Dir, sicher arbeite ich auch noch woanders, aber das spielt jetzt erstmal keine Rolle). Das heisst - die Daten dort in dem Qube sind entweder eigens/erstmals erstellt, oder aus dem Netz geladen, oder alt über eine USB Verbindung (Stick/Karte) in diesen Qube gekommen. Ich nutze auch viel mein (an den Qube) angeschlossenes NAS und hole dort die Daten bzw. schiebe die Daten wieder dorthin zurück.

Ausserdem nutze ich auch nur die von QubesOS bereitgestellten Programme. Also keinen Dolphin sondern den mitgelieferten Datei-manager…
Man kann das, muss das aber nicht. Zusätzliche Software könnte immer über den oben genannten Weg installiert werden (also erst ins Template installiert und dann im Arbeits/personal Qube ausgeführt).

Qubes ist nichts, um es sich “schön” zu machen. Oder was schön aussehen soll. Qubes ist nur dazu da, alles in verschiedenen Sandkästen laufen zu lassen (Burgen zu bauen), welche man jederzeit wieder einreißen kann. Es dient der Sicherheit und nur der!

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dnf, nicht dfn

Ich verstehe kein Deutsch, übersetzt mit deepl translator

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herzlichen Dank, jetzt verstehe ich mehr. Gute Antwort.

Ich wollte es mir schön machen und statt dem Hintergrundbild ein anderes Bild auswählen. Man kann auf Bildsuche gehen, aber da man ja Dom0 nicht mit dem Internet verbinden soll geht es auch nicht, wenn man verbinden will.(falls ich mich richtig erinnere).

So versuchte ich Bilder in den betreffenden Ordner reinzukopieren, das gelang mir aber nicht.

Was wäre der Weg um eigene Bilder zu installieren? Ich will es doch etwas schöner haben und ein paar Naturbilder als Hintergrund zu haben, um mehr “Natur” in die Arbeit zu bekommen.

herzlichen Dank, gute Antwort

Doch das geht. Du kannst Dir andere Hintergrundbilder “schaffen”, aber das ist halt etwas aufwändig, weil Du die Bilder nämlich im Arbeitsqube (sagen wir das wäre personal) erstmal beschaffen/downloaden/bereitstellen musst und dann mittels Qubes Befehl nach dom0 (Muttersystem) im dom0 Terminal rüber kopieren musst. Der Befehl dazu ist dann:

qvm-run --pass-io personal 'cat /Pfad/zum/Original-Dateiname' > /Pfad/zum/Neuen-Dateinamen_im_Muttersystem

Das Ganze kann man hier nachlesen.

Sind diese Bilder/das Bild dann im Muttersystem, dann sind die auch über die Systemeinstellungen zum Hintergrund auffindbar und können ausgewählt werden.

Jetzt noch etwas -passend- dazu, dass wir hier QubesOS benutzen.
Der Ganze Mist ist entwickelt worden, dass man Sicherheit an die erste Stelle stellt und dann quasi diese nicht gleich wieder (mit dem Hintern) einreißt und beispielsweise “einfach mal so aus dem Internet herunter geladene Bilddateien, welche ja eine potentielle Gefährdung darstellen” schön ins Muttersystem integriert und es damit mal gleich “verseucht”.

Allerdings hat QubesOS Hilfsmittel an Bord, welche hier durchaus genutzt werden können und somit die Gefährdung des Muttersystems gebannt ist.
Das Hilfsmittel hier wäre das Konvertieren von Original-Bildern in “sichere Bilder” in einer AppVM (also z.B. personal). Dabei wird vom Original Bild A ein Screenshot angefertigt, welcher dann als neues Bild B erzeugt. Dieses neue Bild ist dann frei von jeglichen verdächtigen Metadaten und/oder potentieller Malware, weil dieses Zeug bei einer Bildaufnahme nicht mit in die neue Datei übertragen werden kann.
Die Funktion ist erfunden worden, damit z.B. Journalisten mit potentiell gefährlichen Material diese (sagen wir mal) pdf Dateien dann anstatt Acrobat Dokumenten in Bilder umkonvertieren können und dann nicht trackbar sind.

D.h. - bevor Du also den obigen Befehl benutzt, kannst Du vorher die Hintergrundbilder in Deinem Arbeitsqube (personal) mittels Rechtsklick im Dateimanager (natürlich am besten der von Qubes vorrätige/mitgelieferte) und “Convert to Trusted Img” Befehl in neue Dateien/Bilder umkonvertieren.

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